Unser Krippenspiel 2021

 


1. Szene: Martin Luther, Maria, Josef und der Engel

 

Musik instrumental: Ein feste Burg ist unser Gott, ein guter Wehr und Waffen

Martin Luther:

Gestatten, Luther. Martin Luther

Wir feiern heute Weihnachten und die Geburt unseres Herrn. Das ist mein Lieblingsfest im ganzen Kirchenjahr und ich muß sagen, sie haben wirklich eine PRÄCHTIGE Kirche dafür hier gebaut.

Das war sicher eine schwierige Zeit bis sie fertig war. Schön, daß wir HEUTE und zum ersten Mal HIER die Geburt von Jesus feiern können.

Dazu fällt mir ein Spruch von Meister Eckart ein:

 

„daz disiu geburt iemer geschehe und aber in mir niht engeschihet,

waz hilfet mich daz? Aber daz si in mir geschehe, dâ liget ez allez ane.“

 

Ja, das ist gut, nichtwahr ?

 

Pause

 

Wie bitte ? Das haben sie nicht verstanden. Dann nochmal in ihrer sogenannten modernen Sprache:

 

„Wenn diese Geburt irgendwann geschieht, aber nicht in mir, was hilft mir das? Aber dass sie in

mir geschieht, daran liegt alles.“

 

Pause

 

Wie bitte ? Das haben sie auch noch nicht verstanden.

Ach, ich seh schon. Wir müssen nochmal ganz von vorne anfangen.

 

Luther:

Gehen wir zurück in das Jahr Anno Domini „Minus 1“.

Maria ist gerade in der Küche und macht den Abwasch.

 

Maria war gerade beim Abspülen und pfeift ein Lied , z.B. „Ave Maria“

 

Ein Engel tritt auf.

 

 

Engel (mittellaut, lieblich gesäuselt)

Hallo Maria.

 

Maria pfeift weiter „gratia plena“

Maria reagiert nicht

 

Engel (lauter)

Hallo Maria.

 

Maria pfeift weiter „dominum tecum“

Maria reagiert nicht

 

Engel (noch lauter, etwas genervt)

Gegrüsset seist Du Maria, Du bist voll der Gnade.

 

Maria schrickt auf.

 

Maria:

Oh, hallo. Hatte Dich gar nicht gehört. Ja ! Gut das Du da bist. Du kannst mal gleich Abtrocknen.

 

Engel:

Äh, nein nein nein. Ich habe einen ganz anderen Auftrag. Ich muß mit Dir reden.

 

Maria:

Pappelapap. Es heißt: Contemplatio in ACTIO ! Also - hier - Abtrocknen !

Reicht das Tuch

 

Maria:

Wir können ja derweilen reden.

 

Engel nimmt das Geschirrtuch und trocknet einen Teller.

 

Engel:

Maria ! Gott hat einen Auftrag für Dich, eine Art Reise. Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.

 

Josef kommt dazu:

Hallo Maria, hallo Engel. Was habt Ihr den zu bereden ?

 

Maria (freudig):

Josef, stell dir vor - ich bekomme ein Kind.

 

Josef:

Du bekommst ein Kind ?

Aber wie... Ähm.

äh, ja ok, verstehe. Ich bin dann mal weg.

 

Engel:

Nein Josef. Du verstehst gar nichts. Gott hat einen Auftrag für dich.

Heirate Maria, denn sie ist schwanger vom Heiligen Geist.

„Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“

 

Josef:

Boah, äh, ja ok. Ja, dann machen wir das so.

 

Martin Luther:

Marias und Josef sind dann später auf die beschwerliche Reise nach Bethlemen zur Volkszählung gegangen. Das war keineswegs immer einfach, aber der Engel hat sie dabei immer begleitet.

Ich zitiere mich selber:

Die Engel sind uns ganz nahe und schützen uns und Gottes Kreaturen in seinem Auftrag.

Engel:

Wir singen das Lied "Es ist ein Ros entsprungen"

Lied: Es ist ein Ros entsprungen

 

Szene 2: Die Sterndeuter

 

Luther:

Ah, da drüber kommen gerade die 3 Sternendeuter vorbei. Da können wir gleich mal zuhören. Ist sicher interessant.

 

Sterndeuter stehen an der Strassenseite.

 

Sterndeuter1:

Ich hatte einen Traum ------ daß eines Tages der Retter der Welt geboren wird.

Sterndeuter2:

Ich hatte einen Traum ------ daß ein Stern aufgehen wird, der uns den Weg weißt.

Sterndeuter3:

Ich hatte einen Traum ------ daß wir dem neugeborenen König der Juden finden und ihn ehren.

 

Stern wird angeschaltet oder projiziert.

 

Sterndeuter3:

Seht dort den hellen Stern.

Sterndeuter1:

Laßt uns dem Stern folgen, den er ist ein Zeichen Gottes.

Sterndeuter2:

Auf Gott wollen wir vertauen und die lange Reise antreten.

 

Gehen im Uhrzeigersinn einmal um den Altar und dann zur Hofseite.

Wenn die vor dem Altar vorbeigehen bleiben sie kurz stehen und sagen:

 

Sterndeuter1:

40 Tage folgen wir schon dem Stern.

Sterndeuter2:

Hoffentlich sind wir bald am Ziel.

Sterndeuter3:

Es ist ein beschwerlicher Weg, aber wir geben nicht auf..

 

Kommen zu Herodes (Hofseite)

 

Herodes:

Hallihallo. Ich bin König Herodes – Herodes der Große, hahaha.

Die Römer und allen voran der Batzi Senator Quirinius machen gerade einen unglaublichen Wind.

Dabei bin ICH doch hier König, oder ? (schaut nervös von links nach rechts)

Die Römer sagen, jeder, also wirklich jeder, soll in seinen Geburtsort reisen und sich zählen lassen. Dabei kann man doch gar nicht so weit zählen.

Zählt: 1, 2, 3, 4, 6, ähm,,

Sternendeuter kommen vorbei.

Herodes:

Wo kommt Ihr abgebrochenen Magier denn her ?

 

Sterndeuter1:

Ich hatte einen Traum ----------- daß eines Tages der Retter der Welt geboren wird.

Sterndeuter2:

Ich hatte einen Traum ----------- daß ein Stern aufgehen wird, der uns den Weg weißt.

Sterndeuter3:

Ich hatte einen Traum ----------- daß wir dem neugeborenen König der Juden finden und ihn ehren.

 

Herodes:

Zum Publikum gewendet: WER ? WAAS ? Ich bin König, und sonst niemand.

 

Zu den Sterndeutern gewendet (säuselnd): Das ist sehr fein von euch. Geht doch, sucht diesen König und danach kommt schnell zu mir, damit auch ich ihm Ehre erweisen kann.

 

Zum Publikum gewendet: Niemand ausser mir darf König sein, niemand, niemand, niemand.

Wutanfall und geht ab.

 

Sterndeuter (zusammen):

Kommt, wir wollen dem Stern weiter folgen, damit er uns zum neuen König führt.

 

Lied: Stern über Bethlehem, Str. 1-3

 

Szene 3: Die Hirten

 

Luther:

Die Sterndeuter setzen ihre Reise im Vertrauen auf Gott fort.

Ja und der Herodes, der hat wirklich einen an der Klatsche. Er ist SO stolz ein König zu sein und vertraut niemandem.

Ah, schaut mal da drüber – die Hirten. Die müssen wir auch noch anschauen.

 

 

Die Hirten stehen auf dem Feld.

 

Hirte1:

Kalt --- kalt  --- kalt ---- kalt ----  kalt ----  kalt ----- kalt, … (nicht zu schnell sprechen)

Hirte2:

Kannst Du mal bitte was anderes sagen ?

Hirte1:

Menno, mir ist kalt.

Hirte3:

Achso, da wäre ich gar nicht drauf gekommen.

Hirte2:

Wenn ich an die Zukunft denke wird mir auch ganz kalt. Die Römer machen einem das Leben immer schwerer. Immer neue Steuern und Regeln und Gesetze und Vorschriften. Wie soll ein einfacher Schafhirte da noch sein Einkommen haben.

Hirte3:

Die Schafe sind heute nach auch ganz unruhig.

 

Schafe machen Lärm. Laufen etwas auseinander und die Hirten sammeln sie wieder ein. Schafe werden wieder leise.

 

Hirte1:

kalt ---  kalt ----- kalt ----- kalt

Hirte3:

Hey, guck mal da drüber.

Hirte1:

kalt kalt kalt kalt HELL

 

Engel tritt auf.

 

Engel: fürchtet Euch nicht (Laut)

 

Hirte1:

Hell hell hell Hilfe

 

Hirte2:

Sei doch mal still. Ich bin total gestresst, habe voll die Panik und Du bist da echt nicht hilfreich.

 

Hirte3:

Hilfe !

 

 

Engel:

Entspannt euch, ihr braucht keine Angst zu haben!

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Ja, in einer alten Futterkrippe, hinten im Stall zwischen Ochs und Esel, gut eingewickelt in Windeln!

Alle Engel:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens


 

Hirte1:

Das interessiert micht.

Hirte2:

Mich auch.

Hirte3:

laßt uns da hingehen.


 

Luther:

Die Hirten sind dann auf den Weg nach Bethlehem gegangen begleitet von dem Loblieder der Engel. Wir singen das nächste Lied.


Lied: Hört der Engel helle Lieder.

Hirten und Schafe gehen nach hinten ab.

 

 

 

 

Szene 4 An der Krippe

 

Josef und Maria sind da. Jesus in der Krippe.

 

Josef:

Nach diese langen Weg sind wir endlich hier angekommen und haben diese Krippe gefunden.

 

Maria:

Ja, ich bin auch froh, daß letztendlich doch alles gut geklappt hat. Das letzte Jahr war wirklich eine anstrengende Reise.

 

Josef:

So wird nach diesem Chaosjahr diese Krippe für uns zu einem Ruhepol.

 

 

Die Hirten kommen mit den Schafen von hinten nach vorne. Beim Vorgehen sind die Schafe laut, dann leise.

 

Hirte1:

Seid gegrüßt, uns haben Engel geschickt.

Hirte2:

Wir möchten den neugeborenen König sehen.

Hirte3:

Wir möchten den Retter der Welt sehen.

 

Maria:

Hallo liebe Hirten.

Josef:

Seid willkommen und feiert mit uns.

 

Hirten stellen sich auf die Hofseite.

Die Sterndeuter kommen von hinten nach vorne.

 

Sterndeuter1:

Wir sind dem Stern gefolgt mit dem uns Gott geleitet hat.

Sterndeuter2:

Hier und heute ist der Retter der Welt geboren.

Sterndeuter3:

Diese Krippe ist hier und heute der heiligste Platz auf der ganzen Welt.

 

 

Sterndeuter stellen sich auf die Strassenseite.

 

Maria und Josef nehmen die Krippe und präsentieren sie mit der Puppe drin.

 

Musik: locus iste (instrumental)

 

Luther:

„locus iste a deo factus est“. Das heißt die Ort ist von Gott gemacht.

Wir singen zusammen das Lied „Stille Nacht“.

 

Lied: Stille Nacht

 

 

Luther:

Ja, so war das damals.

Maria und Josef, die Hirten mit den Schafen, die Sterndeuter und die Engel – alle haben zusammen die Ankunft des Retters der Welt gefeiert und die Krippe, eine einfache Futterkrippe, wurde zum wichtigsten und heiligsten Ort auf der Welt.

 

Und so wollen wir auch zusammen feiern und Teil der Geschichte werden als Erzähler und als Zuhörer.

Wir lesen dafür alle gemeinsam die Weihnachtgeschichte, wie im Buch auf Seite12 notiert.

(Kurze Pause, damit Zeit ist die richtige Seite zu finden).

„Es begab sich aber zu der Zeit ...“

 

Wir wünsche allen“ Eine frohe Weihnacht“

 

 

Lied: O du fröhliche